Die Gliederung (der Aufbau)

Kernaussage: Eine Gliederung muss folgerichtig angeordnet alle wichtigen Teile enthalten, unwichtige darf es nicht geben und sie muss stilistisch einen guten Eindruck machen.

Was ist eine Gliederung?

Eine Gliederung ist die Aufteilung eines Ganzen in mehrere Teile. Die Struktur eines Ganzen ist die Anordnung seiner Teile. Bei einer guten Struktur passen die Teile so zueinander, dass sie ein gut erkennbares Ganzes ergeben.

Eine Textgliederung ist die „Strukturierung eines Textes in Teiltexte … wie weit eine mehrfache Untergliederung auf mehreren hierarchisch geordnete Ebenen vorgenommen wird, bei Großtexten in Kapitel, Paragraphen, Abschnitte, Absätze“ hängt ab vom inhaltlichen Aufbau und dem Umfang des Textes. (http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgl.html siehe unter Textgliederung, 14.12.12)

Warum sind wissenschaftliche Veröffentlichungen entsprechend ihrer Art immer ähnlich aufgebaut?

Um neues Wissen zu schaffen, benötigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem Fach ein umfassendes Übersichtwissen und in ihren Forschungsgebieten ein herausragendes Detailwissen. Nur auf dieser Grundlage können sie zu neuen genialen Erkenntnissen kommen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen also eine große Menge an wissenschaftlichen Veröffentlichungen lesen wie Artikel, Aufsätze, Bücher. Sind die wissenschaftlichen Artikel einheitlich strukturiert, fällt das Lesen leicht und es lässt sich viel Zeit sparen. Alle wissenschaftlichen Artikel (engl. paper), die eigene Untersuchungen oder Studien vorstellen, haben im Prinzip die gleiche Struktur: Einleitung – Methoden – Ergebnisse – Diskussion (EMED). EMED leitet sich ab von dem Grundprinzip der Problemlösung (s. u.).

Im englisch-sprachlichen Raum gibt es die entsprechende Abkürzung IMRAD:
„The basic structure of a [scientific] paper is summarised by the acronym IMRAD, which stands for:

Introduction (What Question was asked?)
Methods (How was it studied?)
Results (What was found?)
And
Discussion (What do the findings mean?)”

(Hall, G. M. et al.: How to Write a Paper, London BMJ Publishing Group, 2003, 11.10.13)

EMED bzw. IMRAD ist keine formale, sondern eine prinzipielle Struktur. Das heißt, die Kapitel der Veröffentlichung müssen nicht unbedingt die Überschriften „Einleitung", „Methoden", „Ergebnisse" und „Diskussion" haben. Aber:

  • Es muss klar sein, welche Frage die Veröffentlichung beantworten will (das entspricht dem E bzw. I).
  • Eine Veröffentlichung ohne neue Ergebnisse wäre nicht wissenschaftlich (das entspricht dem E bzw. R).
  • Damit diese Ergebnisse nachvollziehbar sind, müssen die angewandten Methoden dargestellt werden (das entspricht dem M).
  • Die Ergebnisse müssen beurteilt werden: Wurde die Ausgangsfrage zufriedenstellend beantwortet oder sind weitere Untersuchungen notwendig? Weiterhin soll der mögliche Nutzen abgeschätzt werden. (Das entspricht dem D.)


Gilt EMED auch für Bachelor- oder Masterarbeiten?

EMED (IMRAD) gilt nur für wissenschaftliche Artikel, die Untersuchungen oder Studien vorstellen. Diese Artikel sind für Spezialisten geschrieben sind, die den aktuellen Wissensstand in ihrem Spezialgebiet kennen. Deshalb braucht dieser in einem entsprechenden Artikel nicht erklärt werden. Das Nennen von Literaturquellen ist für einen Spezialisten ausreichend, damit sie oder er weiß, worauf sich der Artikel bezieht.

Von EMED lässt sich die Gliederung empirischer Bachelor-oder Masterarbeiten ableiten, bei denen durch praktische Untersuchungen neue Ergebnisse gewonnen werden. Allerdings ist die Autorin bzw. der Autor einer Bachelor- oder Masterarbeit noch unerfahren und hat zu dem Thema der Arbeit kein Spezialwissen. Deshalb müssen Bachelor- und Masterarbeiten ein Theoriekapitel aufweisen, in dem das zum Verständnis der Arbeit notwendige Spezialwissen auf dem neuesten Forschungsstand dargestellt wird. Aus EMED wird ETMED: Einleitung – Theorie – Methoden – Ergebnisse – Diskussion.

Ein von ETMED abgeleitetes Inhaltsverzeichnis hätte also prinzipiell diese Struktur:

Damit eine Arbeit nicht unübersichtlich wird, soll sie möglichst in nicht mehr als drei Ebenen untergliedert werden. Ein Kapitel muss in mindestens zwei Unterkapitel gegliedert werden. Ein Kapitel mit nur einem Unterkapitel ist nicht zulässig.  

Welches Gliederungsprinzip gilt für alle Bachelor- oder Masterarbeiten?

Für alle Bachelor- oder Masterarbeiten gilt das Gliederungsprinzip: Einleitung – Hauptteil – Schluss. Alle Arbeiten haben also eine Einleitung, die in der Regel auch so heißt. Für die Einleitung stellt sich deshalb nur die Frage: Soll sie weiter untergliedert werden oder nicht?

Eine Bachelor- oder Masterarbeit ist für Fachleute geschrieben. Diese kennen den Aufbau einer Einleitung, weshalb eine Untergliederung nicht unbedingt notwendig ist (sie würde Platz wegnehmen). Sollte der Betreuer aber eine Untergliederung wünschen z. B. in Motivation, Aufgabenstellung oder Aufbau der Arbeit, dann ist diesem Wunsch natürlich Folge zu leisten.

Alle Arbeiten haben einen Schluss, der der Diskussion bei ETMED entspricht. Der Schluss hat jedoch nicht den Titel "Schluss", sondern einen anderen Namen (bei einer empirischen Arbeit meistens "Diskussion").

Für den Hauptteil gilt: Alle Arbeiten (empirische als auch theoretische) wenden mindestens eine Methode an und die Ergebnisse werden präsentiert und diskutiert. Empirischen Arbeiten sind meist entsprechend gegliedert (ETMED). Bei theoretischen Arbeiten wird in einem oder mehreren Kapiteln mindestens eine Methode angewendet (analysieren, interpretieren, argumentieren, …) und in diesen Kapiteln werden dann die Ergebnisse präsentiert und diskutiert.

Um die Forschungsfrage zu beantworten, wenden alle Arbeiten das Grundprinzip der Problemlösung an. Nur wer dies verstanden hat, kann seine Bachelor- oder Masterarbeit folgerichtig gliedern.


Wie ist der prinzipielle Ablauf einer Problemlösung?

Ein Problem besteht, wenn jemand mit einer Ist-Situation unzufrieden ist und es schwierig ist, die Wunsch-Situation zu erreichen. Die Wunschsituation erreicht man durch das Anwenden einer Methode. Bei wissenschaftlichen Problemen ist man unzufrieden mit dem bekannten Wissen und möchte zu neuen Erkenntnissen kommen.

Bei einer Bachelor- oder Masterarbeit besteht der Wunsch, sich diejenigen Ergebnisse zu erarbeiten, mit denen die Forschungsfrage beantwortet werden kann, um so das Ziel der Arbeit zu erreichen. Das folgende Bild zeigt diesen Zusammenhang:

Die drei Hauptschritten zur Problemlösung sind (Lindemann, U.(2009). Methodische Entwicklung technischer Produkte, Heidelberg: Springer, S. 46, 20.06.13):

·    Problem und Ziel klären
·    Lösungsalternativen generieren
·    Entscheidung herbeiführen (Lösung auswählen).

Das Klären des Problems und des Ziels und das Generieren von Lösungsalternativen geschieht auf der Grundlage des bekannten Wissens. Dann wird eine Lösung, d. h. eine oder mehrere Methoden, ausgewählt und durchgeführt, so dass die gewünschten Ergebnisse erhalten werden (siehe "Die wissenschaftlichen Methoden").

Die Forschungsfrage und auch jede andere Frage/Problem im Verlauf einer Bachelor- oder Masterarbeit wird also durch diese logische Kette beantwortet: bekanntes Wissen zusammenstellen – Methoden anwenden – neue Ergebnisse erhalten – Frage beantworten/Problem lösen.

Um die Gliederung zu finden, kann diese Kette zur Beantwortung der Forschungsfrage rückwärts durchlaufen werden. Denn alles, was auf die Einleitung folgt, dient dem Zweck am Ende der Arbeit die Forschungsfrage zu beantworten. Die gewünschte Antwort ist deshalb der Ausgangspunkt, um die notwendigen Kapitel zu finden, die diese Antwort vorbereiten:

1. Welche Ergebnisse sind notwendig, um die Forschungsfrage zu beantworten?

2. Welche Methoden müssen durchgeführt werden, um diese Ergebnisse zu erhalten?

3. Welches bekannte Wissen muss zusammengestellt werden, damit die Methoden durchgeführt werden können?


Wie komme ich zu dem Entwurf einer Gliederung?

Die Gliederung eines Textes ist seine Aufteilung in mehrere Teile. Die Aufteilung hängt ab von seinem Inhalt. Wenn ich genau weiß, was ich schreiben will, kann ich den Text ohne Probleme gliedern, bevor ich mit dem Schreiben beginne. Zu Beginn habe ich aber meistens nur eine grobe Vorstellung von dessen Inhalt. Zum Glück habe ich schon in der Schule gelernt, einen Text vor dem Schreiben zu gliedern:

„In der Erörterung beantworten wir eine Sachfrage, die wir von verschiedenen Seiten her betrachten …

1. Stoffsammlung: … sammle Gedanken … und schreibe sie untereinander auf. …

2. Stoffordnung und Gliederung: Die Vielzahl der Gesichtspunkte gilt es zu ordnen … Gliedere so, dass sich das eine gut zum anderen fügt …“ (www.digitale-schule-bayern.de/dsdaten/587/724.pdf, 20.06.13)

1. Stoffsammlung

Das Ziel der Stoffsammlung ist es, sich einen umfassenden Überblick über die Arbeit zu verschaffen, damit kein Gliederungspunkt vergessen wird.

Ich nehme mir deshalb ein Blatt Papier und schreibe erst einmal alle Fragen, Aussagen, Aspekte und Punkte auf, die mir zu meiner Arbeit und der angestrebten Beantwortung der Forschungsfrage einfallen. Zu jedem Punkt führe ich eine kurze Suche im Internet durch, um zu prüfen, ob meine Einfälle passend und vollständig sind (siehe „Die Literatur suchen").

Einen umfassenden Überblick erhalte ich, wenn ich meine Arbeit „von verschiedenen Seiten her“ betrachte. Bei dieser Art der Betrachtung kann ich mich an verschiedenen Grundprinzipien orientieren.

„Als Grundprinzipien werden allgemeine Strategien oder Grundsätze verstanden, die das Handeln im Entwicklungsprozess prägen. Unabhängig von der konkreten Problemstellung kann die Beachtung diese Grundprinzipien den Entwickler bei seiner Tätigkeit unterstützen.“ (Lindemann, U. (2009). Methodische Entwicklung technischer Produkte, Heidelberg: Springer, S. 55, 20.06.13)

Als Beispiel werden in dem Buch u. a. diese Grundprinzipien genannt: „Systemdenken", „Problemzerlegung", „Vom Ganzen zum Detail", „Vom Abstrakten zum Konkreten", Denken in Alternativen". (Wer kein kompliziertes Problem lösen muss, braucht die Grundprinzipien nicht unbedingt.)

a) Grundprinzip „Systemdenken"

"Das Denken in Systemen ermöglicht durch die Systembeschreibung die Erfassung von Situationen und Problemen in ihrer Vielschichtigkeit und deren Betrachtung in einem umfassenden Zusammenhang." (Herrmann, C. (2010) Ganzheitliches Life Cycle Management. Berlin Heidelberg: Springer Verlag, S. 99, das Kapitel ist zu finden im Internet durch eine Suche mit:  9783642014208-c4.pdf , 14.08.13)

Ein System ist eine Menge von Elementen, die durch Wechselbeziehungen miteinander verbunden sind. Bei Änderungen an einem Systemelement besteht die Schwierigkeit darin, die resultierenden Änderungen an den anderen Elemente vorherzusehen (dazu muss man die Wechselbeziehungen zwischen den Systemelemeten sehr gut verstanden haben). Wenn ich also etwas an einem Kapitel der Gliederung ändere, muss ich eventuell auch Änderungen an anderen Kapiteln vornehmen, damit alle Kapitel weiterhin zusammenpassen.

b) Grundprinzip „Problemzerlegung"

Das Hauptproblem meiner Arbeit ist die Beantwortung der Forschungsfrage. In welche Probleme kann ich die Forschungsfrage zerlegen? Die Begriffe und Verben, die in der Forschungsfrage bzw. der Kurzantwort benutzt werden, geben mir Hinweise auf die Unterprobleme. (siehe „Den Text schreiben"). Die gefunden Unterprobleme bzw. Unterfragen versuche ich auf die gleiche Art weiter zu zerlegen. Die folgerichtige Struktur ist dabei noch nicht wichtig. Alle erkannten Probleme notiere ich.

c) Grundprinzip „Problemlösung"

Wie oben beschrieben, durchdenke ich die Problemlösungskette zur Beantwortung der Forschungsfrage in beiden Richtungen, um den Weg der Problemlösung zu verstehen. Zu jedem Kettenglied notiere ich neu erkannte Aspekte. Die unter b) gefundenen Unterprobleme untersuche ich genauso.

d) Grundprinzip „das Allgemeines und das Besonderes"

Diese Grundprinzip lässt sich an einer Beispiel-Forschungsfrage erklären: „Wie stark gefährdet der Klimawandel das Leben der Eisbären?" Das Allgemeine an dieser Fragestellung ist die Gefährdung einer Tierart durch den Klimawandel. Ich könnte also etwas von Forschungsarbeiten lernen, die die Gefährdung ähnlicher Tierarten (z. B. Pinguine) untersuchen. Danach muss ich mir die Frage stellen: Was ist das Besondere an meiner Fragestellung?

Eine oberflächliche Arbeit schreiben, die im Allgemeinen bleibt, ist einfach. Bei einem Problem die Besonderheiten herausarbeiten und diese bei der Lösung berücksichtigen ist schwer.

2. Stoffordnung und Gliederung

„Nach Kallmeyer/Meyer-Hermann richtet sich die Aufmerksamkeit bei der Textgliederung auf die "Markierung von Grenzen …" „Teiltexte sind thematisch-inhaltlich relativ abgeschlossene Segmente …" (http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgl.html siehe unter Textgliederung bzw. Teiltext, 12.08.13)

Beim Gliedern einer Bachelor- oder Masterarbeit geht es als Erstes darum, mögliche Kapitel und Unterkapitel gegeneinander abzugrenzen. Ich muss mir also die bei der Stoffsammlung gefundenen Fragen, Aussagen, Aspekte und Punkte ansehen und diejenigen finden, die ich zusammenfassen kann, so dass eine Grenze zu den anderen Punkten sichtbar wird.

Die zusammengefassten Punkte ordne ich, sowohl hierarchisch als auch logisch und erhalte so Kapitel und Unterkapitel.

Wie ordne ich hierarchisch?

„Zwischen den Textabschnitten und dem Gesamttext besteht inhaltlich ein hierarchisches Verhältnis, thematisch sind die Teiltexte dem Gesamttext untergeordnet; in den Teiltexten werden Subthemen des Gesamttextes entfaltet, die zur Entwicklung des Hauptthemas beitragen." (http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgl.html siehe unter Textgliederung, 10.02.14)

Hierarchisch bedeutet also, dass es übergeordnete und untergeordnete Gliederungspunkte gibt. Die übergeordneten Punkte existieren nur als Überschriften. Erst auf der untersten Gliederungsebene wird der Text formuliert.

Weiß man, welche Aussagen ein Text machen soll, ist es möglich, die zusammen passenden Aussagen unter Überschriften zu ordnen. Sind die Aussagen noch nicht bekannt, dann ist es sinnvoll beim Entwurf einer Gliederung einen Umweg über Fragen zu gehen. Es geht dann nicht darum, welche Aussagen ein Text machen, sondern welche Fragen er beantworten soll. Die Antworten auf die Fragen, also die Aussagen, können später gefunden werden.

Bei einer übergeordneten Frage wird überlegt, welche Teilfragen sich aus ihr ergeben bzw. welche Teilfragen beantwortet werden müssen, um für die übergeordnete Frage eine zufriedenstellende Antwort zu erhalten (siehe Bild oben).

In einem zweiten Schritt müssen dann die Fragen in Überschriften umgewandelt werden, da es nicht üblich ist, wissenschaftliche Arbeiten nach Fragen zu gliedern.

Wie ordne ich logisch?

Eine logische Struktur ist eine folgerichtige Struktur, an deren Ende ein Ziel steht. Die Teile eines Textes auf den Gliederungsebenen sollen (horizontal) so folgerichtig angeordnet sein, dass die Leser die Zielaussage des Textes leicht verstehen. Alles was zur Beantwortung der Forschungsfrage wichtig ist, muss in der logischen Kette vorhanden sein. Überflüssige Kettenglieder dürfen nicht vorkommen.

Wie soll der Stil einer Gliederung sein?

Stilistisch muss die Gliederung einen guten Eindruck machen. Dies bezieht sich auf die Untergliederung im Text und auch auf das Inhaltsverzeichnis, siehe die Regeln auf http://bertbrechtgymnasium.de/intern/Horsthemke/regeln.htm, 12.08.13).

Die Gliederung darf nicht kompliziert oder unübersichtlich sein.  Der Hauptteil (entsprechend dem Gliederungsprinzip: Einleitung – Hauptteil – Schluss) sollte aus ca. 3 bis 4 Kapiteln bestehen, wenn es nicht besondere Gründe gibt, davon abzuweichen.

Welche Besonderheiten müssen berücksichtigt werden?

Es muss berücksichtigt werden, dass jedes wissenschaftliche Fachgebiet seine Texte anders gliedert und selbst innerhalb eines Fachgebietes gibt es unterschiedliche Arten von wissenschaftlichen Arbeiten. Empirische, analysierende, interpretierende oder argumentierende Arbeiten werden nicht nach dem gleichen Schema gegliedert.

Deshalb ist es sinnvoll, sich passende fertige Arbeiten anzusehen, um ein Gefühl für das Gliedern in dem jeweiligen Fachgebiet für die betreffende Art zu bekommen. Das Übernehmen einer anderen Gliederung ist nicht erlaubt, aber auch nicht möglich, da es ja keine andere Arbeit geben darf, die genau meine Forschungsfrage schon beantwortet hat.

Vorgaben zum Stil einer Gliederung (z. B. zum Deckblatt, Abbildungsverzeichnis, Literaturverzeichnis, ...) stehen in dem gültigen Merkblatt zum Schreiben einer Bachelor- oder Masterarbeit. Da die Betreuer von Bachelor- oder Masterarbeiten oft bezüglich des Stils persönliche Vorlieben haben, wäre es optimal, wenn ich meinen Betreuer frage, ob er mir eine stilistisch vorbildliche Arbeit empfehlen kann. Den dort verwendeten Stil muss ich dann natürlich an die Besonderheiten meiner Arbeit anpassen.

Wenn ich verstanden habe, wie auf meinem Fachgebiet wissenschaftliche Arbeiten gegliedert werden, bin ich in der Lage, für meine Arbeit eine einfache und folgerichtige Gliederung zu entwerfen. Diesen Entwurf bespreche ich mit meinem Betreuer. Wenn ich den Text meiner Arbeit schreibe und zu neuen Erkenntnissen komme, muss ich den Entwurf eventuell noch verändern.

 

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