Den Text schreiben

Kernaussage: Beim Schreiben müssen mehrere Hindernisse überwunden werden (s. u.).

 

1. Der Text


Was ist ein Text?

Es gibt mehrere Text-Definitionen, keine ist allgemein anerkannt. Hier zwei Definitionen (siehe unter Text: http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgl.html, 19.09.10):

„Der Terminus ´Text´ bezeichnet eine begrenzte Folge von sprachlichen Zeichen, die in sich kohärent ist [kohärent bedeutet „in sich geschlossen"] und die als Ganzes eine erkennbare kommunikative Funktion signalisiert." (Brinker 1992)

"TEXTE sind sinnvolle Verknüpfungen sprachlicher Zeichen ..." (Weinrich 1993)

Ein Text soll etwas mitteilen (kommunikative Funktion) und das was mitgeteilt wird, soll verstanden werden können (soll sinnvoll sein).

„Ein Text ist ein Kommunikationsinstrument, mit dem ein Autor einem Leser eine Mitteilung über einen Sachverhalt macht. Der Autor versucht dabei das Bewusstsein des Lesers mittels sprachlicher Formulierungen so zu steuern, dass der Leser versteht, was der Autor meint." (Schnotz, W.(2006). Textverständnis, in: Rost, D.H. (Hrsg.), Handwörterbuch Pädagogische Psychologie.(3. Aufl.), Weinheim: Psychologie Verlags Union, S. 769-777)

 

Wann ist ein Text gut zu verstehen?

Die Antwort auf diese Frage gibt die Verständlichkeitsforschung. Auf Grundlage ihre Forschungsergebnisse haben Hamburger Psychologen vier Merkmale gefunden, die einen verständlichen Text auszeichnen:


1. Einfachheit

„Einfachheit bezieht sich auf die Wortwahl und den Satzbau, also auf die sprachliche Formulierung: geläufige, anschauliche Wörter sind zu kurzen, einfachen Sätzen zusammengefügt. Treten schwierige Wörter auf (Fremdwörter, Fachausdrücke), so werden sie erklärt." (Langer, I., Schulz von Thun, F., Tausch, R. (2002). Sich verständlich ausdrücken. München; Basel: Ernst Reinhardt, S. 16)

Ein verständlicher Text ist in richtigem und stilistisch gutem Deutsch geschrieben.

Was richtiges Deutsch ist, sagt die Grammatik, die für die formalen Regeln der deutschen Sprache zuständig ist (die Rechtsschreibung ist ein Teilgebiet der Grammatik). Zur Grammatik gibt es unzählige Bücher und Internetseiten.

Was gutes Deutsch ist, untersucht wissenschaftlich die Stilistik und steht in Stillehren. Stil ist die Art und Weise, in der jemand spricht oder schreibt. Stillehren sind Bücher, die erklären was guter Stil ist (z. B. Duden – Richtiges und gutes Deutsch). Wolf Schneider, der Leiter der Hamburger Journalistenschule bis 1995, schreibt in seinem Buch "Deutsch fürs Leben": „Wer sich die folgenden 48 Regeln einmal einverleibt hat, braucht für gutes Deutsch oft nicht länger als für schlechtes.“ (Schneider, W. (2010). Deutsch fürs Leben. Reinbek: Rowohlt, S. 19).

Ich muss meine Sprache so beherrschen, dass ich mich treffend mit einfachen Worten und Sätzen ausdrücken kann.


2. Ordnung/Gliederung

„Dieses Merkmal bezieht sich auf die innere Ordnung und auf die äußere Gliederung eines Textes.

Innere Ordnung: … Die Informationen werden in einer sinnvollen Reihenfolge dargeboten.

Äußere Gliederung: Der Aufbau des Textes wird sichtbar gemacht. Zusammengehörige Teile sind übersichtlich gruppiert, z. B. durch überschriftete Absätze."  (Langer, I., Schulz von Thun, F., Tausch, R. (2002). Sich verständlich ausdrücken. München; Basel: Ernst Reinhardt, S. 18)

Ein Text ist verständlich, wenn er eine klare Struktur hat. Wolf Schneider (s. o.) schreibt:

„Faust ist ein Narr, wenn er behauptet: ´Es trägt Verstand und rechter Sinn mit wenig Kunst sich selber vor.' Ob ein Augenzeuge den Hergang eines Verkehrsunfalls schildert oder ein Rentenfachmann den Inhalt der Rentenreform vorstellt – sie liefern für gewöhnlich gestammelte oder verblasene Scheußlichkeiten. Die Mehrzahl aller auf Deutsch gedruckten Texte ist hingehudelt, ohne Rücksicht auf die Wünsche und Bedürfnisse der Leser, …" (Schneider, W. (2010). Deutsch fürs Leben. Reinbek: Rowohlt, S. 18)

Der Augenzeuge eines Verkehrsunfalls ist in der Regel kein Unfallexperte. Ein Rentenfachmann, der die Rentenreform nicht erklären kann, ist kein richtiger Fachmann. Er kennt wahrscheinlich alle Fakten zur Rentenreform, aber er hat nicht verstanden, wie die Fakten zusammenhängen. Deshalb kann er die Rentenreform und ihre "Struktur" nicht erklären. Es kann aber auch sein, dass er nicht den „rechten Sinn" hat, dass er die Rentenreform gar nicht einfach erklären will.

„Allenthalben fehlt es an der Einsicht, dass immer einer sich plagen muss, wenn ein komplizierter Vorgang verständlich beschrieben werden soll: der Schreiber oder der Leser. Schreiber neigen dazu, diese Plage auf die Leser abzuwälzen …“ (Schneider, W. (1988). Deutsch für Kenner. Hamburg: Gruner + Jahr, S. 43)

Es ist wie beim Eiskunstlauf: Wenn eine schwierige Kür ganz einfach aussieht, dann handelt es sich um eine Spitzenleistung. Etwas Schwieriges mit wenig Kunst, d. h. einfach, vortragen, das ist das Schwierige, was nicht jeder kann und wofür man sich plagen muss. In diesem Sinne hat Faust Recht.

Ich kann einen komplizierten Sachverhalt nur dann einfach beschreiben, wenn ich ihn verstanden habe. Etwas verstanden haben heißt, nicht nur die Fakten, sondern auch die Beziehungen zwischen den Fakten zu kennen. Die Struktur ist die Art und Weise, wie die Teile eines Ganzen zueinander in Beziehung stehen. Ich muss also die Struktur des Sachverhaltes verstanden haben, um über diesen Sachverhalt einen gut strukturierten Text schreiben zu können.


3. Kürze/Prägnanz

Ein guter Text ist nicht zu lang und nicht zu kurz. Er beschränkt sich auf das Wesentliche.

Ist ein Text zu kurz, bleiben Fragen offen. Ist er zu lang, dann beschreibt er Überflüssiges oder zu viele Details. Was passiert z. B. bei einer Präsentation, bei der zu viele Details vorgetragen werden? Die Leute hören nicht mehr zu.


4. Anregende Zusätze

Ein wissenschaftlicher Text soll sachlich, aber auch anregend sein. Deshalb soll er einige wenige anregende Zusätze enthalten. Sparsam eingesetzt erhöhen diese die Anschaulichkeit des Textes und seinen Erinnerungswert. Ein interessantes Beispiel wäre solch ein anregender Zusatz.


Wie entsteht eine klare Textstruktur?

„Die Struktur des Gesamttextes erfasst die Abschnitte/Absätze/Teiltexte und die Beziehungen zwischen ihnen.“ (http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgl.html siehe unter Textstruktur, 20.10.10)

Ein Text kann z. B. informieren, erklären, zu etwas auffordern, unterhalten oder versuchen zu manipulieren. Gemeinsam ist allen Texten, dass jeder das Ziel hat eine Hauptaussage zu kommunizieren.

Ein längerer Text (lat. textum: Gewebe, Zusammenfügung) hat eine hierarchische Struktur. Diese ergibt sich aus der Notwendigkeit die Hauptaussage durch Verwendung von Teilaussagen zu erklären. Die Teilaussagen werden durch Teiltexte beschrieben, die auch als Textsegmente bezeichnet werden. Diese stellen „wesentliche Sinneinheiten“ dar. In ihnen „werden Subthemen entfaltet, die zur Entwicklung des Gesamttextes (und des Hauptthemas) beitragen ...“ (http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgl.html, siehe unter Teiltext, 20.10.10)

„Für Harweg sind Texte sowohl als ‚hierarchisch strukturierte Gebilde' (Harweg 1990: 17), ‚von oben nach unten' unter Berücksichtigung des Textthemas gebildet als auch linear konstituiert, ‚von links nach rechts'." (http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgl.html siehe unter Textstruktur, 15.11.12)

Die Struktur eines Textes könnte also so aussehen:

 


Von diesem Bild lässt sich die Definition des roten Fadens ableiten: Den „roten Faden“ bilden alle Teiltexte, die eine Verbindung zur Kern des Textes haben. Diesen bilden die Kernfrage und die Kernaussagen, welche die Antwort auf die Kernfrage sind. Der 3. Teiltext ist überflüssig, weil er keine Verbindung zum Kern des Textes hat und deshalb nicht zum roten Faden des Textes gehört.
 

Redaktionelle Anmerkung: Die Antwort auf die folgende Frage und das Bild "Textstruktur" müssen noch überarbeitet werden.

(Warum gibt es eine oder mehrere Kernaussagen eines Textes?

Die Kernaussage ist die wichtigste Aussage des Textes sehr kurz formuliert, am besten in einem Satz. Sie drückt das Wesentliche an einem Text aus:

"Nachdem Onkel Herbert die erste Geschichte im Stern gelesen hat, ruft er zum Beispiel in die Küche: "Helga stell dir vor: Wenn das mit der Klimakatastrophe so weitergeht, wird in 40 Jahren Wiesbaden an der Nordsee liegen!" Dieser ... Küchenzuruf ... ist die Antwort auf die Frage: "Was will uns der Autor mit seinem Text sagen?" " (Reiter, M., Sommer, S. Perfekt schreiben (2009), München, Carl Hanser Verlag, S. 20)

Die Kernaussage eines Textes kann, muss aber nicht, seine Zusammenfassung sein. Bei einem schwierigen Text ist es unmöglich, seinen Inhalt sinnvoll in einem Satz auszudrücken. Deshalb kann ein Text mehrere Kernaussagen haben.)
 

Ist die obige Darstellung einer Wissens- bzw. Textstruktur richtig?

Die folgenden Literaturzitate sollen die Richtigkeit der obigen Darstellung zeigen:


a) Literaturinterpretation

Bei einer Literaturinterpretation wird die Struktur („Ebenen und Elemente“) analysiert, um die Textaussage zu verstehen:
„Strukturanalysen literarischer Texte … zielen auf eine exakte Erfassung der Textbedeutung und ihres Zustandekommens. Hierzu zerlegen sie den Text in seine verschiedenen Ebenen und Elemente und suchen eine hierarchische Ordnung aufzudecken, ... Die Kategorie Struktur … ist das Organisationsprinzip des Textes, ein System von Bedeutungsaspekten, die sich zu einer Textbedeutung … zusammenschließen lassen“ (Schutte, J. (1993). Einführung in die Literaturinterpretation, Stuttgart, Weimar: J. B. Metzler, S. 94)

 „Literarische Texte versteht man meist nicht auf Anhieb. Sie haben eine komplexe Struktur und fordern die analytische Leistung der Leser/innen in besonderer Weise heraus. Die Leser/innen müssen Aussagen in mehreren – zunächst verborgenen – Schichten des Textes entdecken und sie zueinander in Beziehung setzen. Literarische Texte sind zudem oft mit sogenannten Leerstellen versehen: Einiges wird nicht ausgesprochen, sodass die Leser/innen die Bedeutung des Textes erst aktiv herstellen müssen.“ (Biermann, H.,Böcker, L.,Brenner, G., Erlach, D., Fingerhut, K., Fingerhut, M., Grunow, C. (08.1999). Texte, Themen und Strukturen – Allgemeine Ausgabe. Deutschbuch für die Oberstufe / Schülerbuch, Berlin: Cornelsen, S. 460.)

Ein wissenschaftlicher Text darf keine verborgenen Schichten und keine Leerstellen enthalten. Er setzt aber ein gewisses Vorwissen bei seiner Zielgruppe voraus.
 

b) Textverstehen und Wissen

„Textverstehen ist ein … zielorientierter Prozess. … Mikrostrategien richten sich auf das Verstehen der aufeinanderfolgenden Textaussagen … Makrostrategien hingegen richten sich auf das Herausarbeiten der Hauptideen eines Textes.“ (Schnotz, W. (2006). Textverständnis, in Rost, D. H. (Hrsg.), Handwörterbuch Pädagogische Psychologie, Weinheim: Beltz Verlag, S. 774)

„Der Text … wird zunächst visuell erfasst, es werden Buchstaben, Buchstabencluster, Wörter usw. erkannt …, um schließlich ein Netzwerk von Bedeutungseinheiten (Mikropropositionen) daraus zu bilden. … Die weitere Verarbeitung eines Textes … geschieht nun in reduzierender Weise: Der Text wird in einer Art Zusammenfassung zu einem kleineren Netzwerk von Bedeutungseinheiten (Makropropositionen) reduziert.“ (Mayring, P. (2008). Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken, Weinheim: Beltz Verlag, S. 38)

Eine dem Bild „Wissen- bzw. Textstruktur“ ähnliche Darstellung findet sich bei Schnotz, W. (1986). Kohärenzbildung beim Aufbau von Wissensstrukturen mit Hilfe von Lehrtexten. Tübingen: DIFF Forschungsbericht 39, siehe http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5129/teil_1.pdf, Seite 15.

„Textverstehen bedeutet, dass anhand eines Textes mentale Repräsentationen konstruiert werden. …
·    Eine Repräsentation der Textoberfläche; sie enthält die genauen Formulierungen des Textes und ermöglicht dem Individuum ein wörtliches Wiederholen, auch wenn es den Text nicht verstanden hat.
·    Eine propositionale Repräsentation des Sinngehaltes; sie erfasst nur noch den Sinngehalt des Texts ..., nicht mehr die genauen Formulierungen, und ermöglicht dem Individuum ein sinngemäßes wiedergeben dessen, was im Text gesagt wurde, auch wenn es sich unter dem Gesagten noch nichts vorstellen kann.
·    Ein mentales Modell des gemeinten Sachverhalts; … “ (Schnotz, W. (2009). Pädagogische Psychologie Kompakt, Weinheim: Beltz Verlag, S. 156)

Beim Lesen eines Textes, versuche ich mir etwas vorzustellen. Wenn ich dann mein neues Wissen in meinem Kopf „speichere“, ist das ein Konstrukt aus Erfahrungen, Vorwissen und neu Gelerntem, eine Mixtur aus Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Gefühlen, Geschmäcken und Aussagen. Diese Mixtur lässt sich als „mentales Modell“ bezeichnen.

Das Bild „Textstruktur“ ist eine Darstellung des Sinngehalts eines Textes durch Aussagen (Propositionen). Das Nachdenken über solch eine Struktur kann uns beim Erklären eines Sachverhaltes und beim Schreiben eines Textes nützen.

 

2. Das Schreiben


Redaktionelle Anmerkung: Der folgende Text muss noch überarbeitet werden.

„Schreiben ist harte Arbeit. Ein klarer Satz ist kein Zufall. Sehr wenige Sätze stimmen schon bei der ersten Niederschrift oder auch nur bei der dritten. Nehmen Sie das als Trost in Augenblicken der Verzweiflung. Wenn Sie finden, dass Schreiben schwer ist, so hat das einen einfachen Grund: Es ist schwer.“  William Zinsser, „On Writing Well“


Wie schreiben Experten?

„Aus Beobachtungen von Schreibexperten wissen wir, wie diese ihren Schreibprozess
steuern. Es sind im Wesentlichen die folgenden Aspekte, die hier steuernd wirken ... :
- Zielorientiert schreiben: Experten wissen, wozu sie einen Text schreiben; sie setzen
sich selber konkrete Ziele. ...
- Planvoll und effizient schreiben: Experten bilden unter Rückgriff auf ihr Textartenwissen
Pläne, die einen Textentwurf sowie einen Plan des Schreibprozesses
einschließlich Zeitmanagement enthalten. ...“ (Becker-Mrotzek, M. : Planungs- und Überarbeitungskompetenz entwickeln, http://de.scribd.com/doc/78662108/Becker-Mrotzek-Planungs-und-Uberarbeitungskompetenz-entwickeln, Seite 29, 23.12.13)


Was bedeutet „planvoll Schreiben“?

Prof. Dr. Becker-Mrotzek versteht unter einem Plan „einen Handlungsentwurf, der notwendig wird, wenn ein gesetztes Ziel aufgrund von Hindernissen nicht umstandslos zu erreichen ist. Bezogen auf das Schreiben bedeutet das Folgendes: Ein Schreibplan wird dann nötig, wenn sich der Schreiber nicht in der Lage sieht, sein kommunikatives Ziel auf direktem Weg zu realisieren. Dabei können die Hindernisse ganz unterschiedlicher Natur sein; dem Schreiber kann es an dem nötigen thematischen Wissen mangeln, er kennt die Adressaten und deren Vorwissen nicht, er hat keine Ideen zur Entfaltung des Themas, ihm fehlen passende Formulierungen und anderes mehr.“ (gleiches Dokument wie oben) Daraus ergibt sich die Frage:

Was sind also die wichtigsten  „Hindernisse“ beim Schreiben eines wissenschaftlichen Textes?

Diese „Hindernisse“ leiten sich ab von den wichtigsten Eigenschaften eines wissenschaftlichen Textes:

1. Eigenschaft:  Ein Text soll eine nachvollziehbare Aussage habe.
    Hindernis: Der Schreiben muss das nötige „thematischen Wissen“ haben.
2. Eigenschaft:  Er soll verständlich sein durch eine klare Struktur.
    Hindernis: Der Schreiber muss klare Ideen haben zur Textstruktur, „zur Entfaltung des Themas“.

3. Eigenschaft:  Er soll verständlich geschrieben sein, d. h. in richtigem und gutem Deutsch.
  Hindernis: Der Schreiber muss die „passenden Formulierungen“ beherrschen.

Wie kann ich diese drei „Hindernisse“ überwinden?

Das 3. Hindernis, das richtige und stilistisch gut Deutsch, lässt sich in den Stillehren nachlesen, muss aber praktisch geübt werden. Eine kurze Stillehre für das Schreiben wissenschaftlicher Texte werde ich hier später einfügen.

Das 1. und das 2. Hindernis hängen zusammen. „Du hast etwas erst richtig verstanden, wenn du es Anderen erklären kannst.“ Wenn ich eine Sache erklären kann, dann habe ich mein Wissen über diese Sache in eine logische Struktur gebracht: Als erstes muss ich das erklären, dann dass, dann dass, … .

„Es ist ein bekanntes Phänomen, auf unerwartete noch offen gebliebene Fragen zu stoßen, wenn man versucht, ein Problem zusammenhängend und überzeugend darzustellen, weil man dann weniger leichtfertig über scheinbar bekanntes hinweggeht. … Wenn Sie genötigt sind, Ihre Ergebnisse detailliert zu erklären, … werden Sie rasch erkennen, ob Ihre Erklärungen verständlich dargelegt werden können oder nicht. Probleme dabei sind oftmals ein Indikator für unvollständige eigene Erkenntnis.“ (Ascheron, C. (2007). Die Kunst des wissenschaftlichen Präsentierens und Publizierens, München: Elsevier GmbH, S. 179)

 

Fortsetzung folgt

 

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